Schnittmuster
Mit tollen Schnittmuster ganz leicht selbst schneidern
Schnittmuster sind jene Papiervorlagen, nach denen man Stoff zuschneidet. Normalerweise bieten Hersteller Schnittmuster für eines ihrer bestimmten Modelle in mehreren Größen an. Das - natürlicherweise - zweidimensionale Schnittmuster stellt ein (dreidimensionales) Kleidungsstück dar, welches man in Einzelteile zerlegt hat.
Man kennt Schnittmuster seit Mitte des 19. Jahrhunderts, als nämlich der US-amerikanische Unternehmer E. Butterick (1826 - 1903) im Jahre 1863 das erste Schnittmuster erfand. Anna Magdalena Burda (1909 - 2005) ließ im Nachkriegsdeutschland Schnittmuster in ihrer Zeitschrift "Burda Moden" verbreiten. Dies geschah seit 1952. Diese Schnittmuster verhalfen den Leserinnen, Kleidungsstücke zu Hause nachzuschneidern. Auch im 18. Jahrhundert druckten deutsche Modezeitschriften bereits Schnittmuster - dies waren die Vorläufer jener Tradition, die Burda durch ihre Schnittmuster in der späteren Bundesrepublik nun salonfähig machte.
Mit Schnittmuster nähen Sie sich eigene Designkleider ganz einfach
Schnittmuster, die sämtliche Teile nebeneinander auf einem Bogen anordnen, bezeichnet man ebenfalls als Fertig- oder Einzelschnitt. Ein solches Schnittmuster besteht aus Modellbild, Nähanleitung und Schnittbogen. Anleitungen, die Schritt für Schritt die Vorgänge erklären und zusätzliche Zeichnungen erleichtern das Nähen nach einem Schnittmuster.
Der Bogen, auf dem sich in einem Heft die Schnittmuster befinden, ist beidseitig bedruckt. Somit empfahl es sich seit dem ersten Heft, die Schnittmuster zu fotokopieren, um sie tatsächlich auch ausschneiden zu können. Natürlich gab es auch begabtere Personen, die diese Schnittmuster auf Seidenpapier oder Folie abpausten. Auch wurde hierfür spezielles Pauspapier (so genanntes "Schneiderpapier") zur Verfügung gestellt.
Schnittmuster verhelfen zu optimalen Ergebnissen
Schnittmuster sind für die heimische Fertigung von Kleidung eine wertvolle Hilfe. Doch zunächst sollten die Stoffe, die man zuschneiden möchte, waschen. So verhindert man das Einlaufen des fertigen Kleidungsstücks im nachhinein. Nach einem Schnittmuster zu arbeiten, gelingt auf einem größeren Tisch am besten - auch, natürlich auf dem Fußboden. Manche Schnittmuster enthalten weder Saum- noch Nahtzugaben; diese muss man anzeichnen oder zugeben, bevor man sie zuschneidet. Ohne, dass dies auf einem Schnittmuster angegeben ist, kalkuliere man als Zugabe zur Naht 2 Zentimeter, als Zugabe zum Saum vier Zentimeter (oder zumindest reichlich).
Man schneidet also zunächst die Schnittmuster aus, steckt die Schnittteile auf den Stoff, markiert die Linien und schneidet es zu - dieselbe Zeit verbringt man im Anschluss dann mit dem Nähen selbst. Somit ist also beim Nähen nach Vorlage die doppelte Sorgfalt geboten - die sich natürlich auch lohnt, denn der Erfolg kann sich dann langfristig sehen lassen.
Auch für den Fasching gibt es zahlreiche Schnittmuster. Denn kreativ verkleidet man sich am besten nach eigenen Ideen, die mitunter nicht im Handel angeboten werden. So können aber Schnittmuster für die privaten Kostümierungen in grenzenlosen Variationen gestaltet werden - und natürlich, auch in unterschiedlichen Größen. Denn Kinder wie auch Erwachsene möchten sich gerne in der Faschingswoche verkleiden. Hat man große Sorgfalt hier verwendet, können die Verkleidungen auch über das Jahr noch abgewandelt als Freizeitkleidung oder auch im Zusammenhang mit Geburtstagspartys oder anderen Festlichkeiten getragen werden.
Schnittmuster für Karneval
Denn verspielte Kostüme sind bei manchen Gelegenheiten auch über das Jahr hinweg interessant - oder zumindest Kostümteile. So schneidert man nicht nur für einen Tag, sondern macht sich selbst oder dem Träger auf lange Sicht Freude. Und, natürlich, erhält anerkennende Blicke von denen, die diese Kleidung dann im Jahresverlauf immer wieder wahrnehmen können.
Dies gilt natürlich nicht nur für Karnevalskostüme. Sondern das selbstgeschneiderte Theater- oder auch Filmkostüm, welches zu verschiedenen Gelegenheiten, Präsentationen oder Aufführungen genutzt wird, ist eine länger haltbare Kleidung durchaus sinnvoll. Hier verwendet man robuste Stoffe - am besten Baumwolle: Diese kann auch eine gesamte Theatersaison und mehr aushalten.